Selbstorganisierende Systeme
Selbstorganisierende Systeme
Stuart Kaufmanns Bool’sche Netzwerke dienen eingangs als beschreibende Grundlage von selbstorganisierenden Systemen. Diese Netzwerke muss man sich als Verknüpfung zwischen logischen Bausteinen vorstellen welche immer aufleuchten wenn bestimmte Zustände vorherrschen. Durch einfaches verknüpfen der Bausteine lassen sich die Zustände voraussagen. Je komplexer die Schaltung aber wird und Netzwerke entstehen, lassen sich die Zustände immer weniger voraussagen. Somit entsteht ein gewisses Chaos im System. Es entstehen sogenannte Attractors (Anziehungspunkte) um welche sich die Zustände aber wieder rum selbstorganisieren können.
Begriff Attractors: z.B Gummiball auf Boden geworfen -> Attractor = Erdanziehungskraft
Selbstorganisation:
Selbstorganisation lässt sich aus der Entstehung von Ordnung aus Prozessen vorhergehender Ordnung definieren. Diese Prozesse laufen ohne externe Steuerung ab. Hierbei entstehen dynamische Strukturen welche sich selbst reproduzieren können. Damit diese Dynamik nicht zum Erliegen kommt, wird sie durch ausgleichende Prozesse immer wieder ins Ungleichgewicht gebracht. Die Natur ist deshalb auf die Bereitstellung solcher Ungleichgewichte als Ressourcen zur Aufrechterhaltung der Dynamik und somit auch seiner Vielfalt angewiesen.
Weiterführende Frage zum Projekt
Welche Ungleichgewichte könnten in der Natur und somit auch bei einem auditiven Ökosystem als Ressourcen wirken?
Systeme / Operationale Schließung
Operationale Schließungen sind auch gleichzeitig die Vorgänge welche zur Systembildung führen. Nur hierdurch kann sich intern ohne externe Steuerung eine Struktur bilden. Werden durch das Netzwerk dieser Prozesse, weitere Elemente dieses Netzwerks reproduziert nennt man diese Systeme autopietisch (z.B Gehirn, Nervenzellen) Operational geschlossene Systeme sind autonom, keinesfalls aber autark, also nicht isoliert von Einflüssen aus der näheren Umgebung des Systems.
Quelle:
http://www.schatten.info/lehre/veranstaltungen/05w_e-selbstorganisierende_systeme/gedanken.pdf