Output-Steuerung

Im Zuge unseres 1. Prototypen bestand meine Aufgabe darin, die Soundausgabe im MediaLab und im ZKM Kubus zu gewährleisten. Wie ich in einem früheren Blogeintrag schon kurz beschrieben habe, war dies mit dem ein oder anderen Problem verbunden.

Bevor wir uns irgendwelche Gedanken über die Ausgabe machen konnte, mussten wir uns in Zirkonium einarbeiten, da dies ja die Software ist, auf die wir unsere Soundausgabe komplett stützen. Und wie es in der Medienwelt fast schon üblich ist, galt es hier erstmal das Problem zu lösen, dass Zirkonium nur für Mac verfügbar ist. Abhilfe schaffte hier der MacMini aus dem “Physical Computing” Labor den wir für unser Projekt zur Verfügung gestellt bekamen. Nach langem hin und her gelang es uns dann im MediaLab Testtöne aus Max Msp über Zirkonium auszugeben, allerdings war das nur die halbe Miete.
Meine Aufgabe war es nun ein Patch zu erstellen, mit dem wir die ganzen Steuerdaten und Audiosignale an Zirkonium senden können. Für jede Quelle (ID) müssen insgesamt sechs Werte übermittelt werden, welche die Position und Lautstärke der Quelle festlegen. Zirkonium empfängt diese als Paket über UDP.
Für die Audioübertragung zu Zirkonium benötigen wir zwei verschiedene Ansätze. Im MediaLap läuft Max Msp und Zirkonium auf dem MaxMini, was es möglich macht Zirkonium als Software- Audiointerface zu benutzen. Somit kann eine bis zu 16-kanälige Verbindung geschaffen werden. Im Kubus allerdings läuft Max Msp und Zirkonium auf zwei verschiedenen Macs, sodass die Audioverbindung hardwareseitig aufgebaut werden muss. Hierzu verwenden wir unser M-Audio Audiointerface und leiten die Kanäle an das Digitalmischpult im Kubus weiter.
Nach dem die logischen Verbindungen klar waren, musste evaluiert werden, wie wir die Verbindung in unserm System benötigen. Beispielsweise werden die Positionsdaten von Zirkonium sofort geändert, sodass ein Springen der IDs nicht zu verhindern ist. Dieses Verhalten ist allerdings für unser System ungeeignet und musste abgefangen werden. Nun wird bei jeder Positionsänderung zwischen der aktuellen und der neuen Position interpoliert, damit die Bewegung flüssig ist.
Mittlerweile ist das entstandene Patch nach paarmaligem Überarbeiten soweit angepasst, damit es das von uns benötigte Verhalten gewährleistet.
Vielleicht wird in Zukunft noch die ein oder andere Änderung vorgenommen, aber der Status Quo lässt schonmal viel “Krach” im Kubus erschallen.

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